Förderungs- und Revisionsverband
gemeinwohlorientierter Genossenschaften.

Zum Nachlesen

Beschluss Gemeinwohlorientierung

Die Generalversammlung unseres Verbandes hat 11. Jänner 2017 zur Gemeinwohlorientierung einen Grundsatzbeschluss gefasst, der dem unten verlinkten Dokument zu entnehmen ist.

Grundinformationen für Genossenschaftsprojekte

Untenstehend zusammengefasst die wichtigsten Informationen über die Genossenschaft und unseren Verband.

Dokument: 

Unsere Mitglieder (2): Die BIO-SPHÄRE Süd-Ost eG

Uschi und Rupert Matzer haben beim Symposium "Gemeinsinnig wirtschaften" leidenschaftlich in der Arbeitsgruppe zur Gründung eines Genossenschaftsverbandes mitdiskutiert. Sie haben die Genossenschaft auch als Modell angedacht, das die Übergabe eines Betriebs erleichtern und diesen davor schützen kann, sein Wertegerüst im Rahmen einer Betriebsübergabe zu verlieren. Bei unserem Workshop im Sommer 2014 hat Rupert bereits konkrete Pläne für die Gründung einer Genossenschaft von ProduzentInnen und KundInnen biologischer Produkte gewälzt, wobei für uns noch völlig unklar war, wann wir die Anerkennung als Revisionsverband kriegen würden und für seine Genossenschaft als Revisionsverband zur Verfügung stehen könnten.

Die folgenden Monate gestalteten sich als Odyssee: Im November 2015 fand in Ludersdorf am geplanten Verkaufsstandort der Genossenschaft eine engagierte Gründungsversammlung einer bunten Gruppe regional engagierter Menschen statt. Ich hab sofort gespürt, das sind die Menschen, für die unser Verband da sein will. Es wurde beschlossen, zwischenzeitlich - bis zu unserer Anerkennung - dem Österreichischen Genossenschaftsverband (ÖGV) beizutreten. Dieser lehnte jedoch die Aufnahme der neugegründeten Genossenschaft ab, was eine neue Option ins Spiel brachte: Die Eintragung ins Firmenbuch als verbandsfreie Genossenschaft nach § 26 Genossenschaftsrevisionsgesetz. Der Versuch scheiterte am Firmenbuchgericht in Graz. Die zuständige Richterin hat nicht, wie wir erwartet und gehofft hatten, mit uns darüber geredet, was sie in diesem Fall (der in Österreich sehr selten vorkommt) von uns erwartet, sondern gleich mit einem teils zurückweisenden teils abweisenden Beschluss auf das Firmenbuchgesuch reagiert.

Schließlich gelang es doch noch, den ÖGV zu bewegen, die BIO-SPHÄRE aufzunehmen und dann ging es - unter tatkräftiger Mithilfe von Christian Pomper und Philipp Stempkowski - recht flott. Mit Beschluss vom 2. September 2016 wurde die "BIO-SPHÄRE Süd-Ost eG" ins Firmenbuch Graz eingetragen.

Wir sind stolz auf das, was die BIO-SPHÄRE Süd-Ost eG für den Süd-Osten der Steiermark leistet - und darauf, dass sie zu unseren ersten genossenschaftlichen Mitgliedern zählt.

Website: bio-laden.at

Bericht: Karl Staudinger

Unsere Mitglieder (1): architektur-lokal

Getrud Tauber hat zu Pfingsten 2014 an unserem Symposium "Gemeinsinnig wirtschaften" teilgenommen. Sie hat an der TU Wien, an der Bartlett School of Architecture London und an der Shahid Beheshti Universität Teheran Architektur studiert und promovierte 2014 an der TU Darmstadt. Sie hat Architekturprojekte in Südindien, Armenien, Weißrussland, Estland und Südtirol entwickelt und geleitet. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören profane Architektur im ländlichen Raum, nomadische und ländliche (alpine) Baukulturen, „altes“ Wissen und „alte“ Bautechnologien, postkoloniale Diskurse zur Moderne, Partizipation und Interdisziplinarität in Bauprozessen. 

Im Gefolge des Symposiums beschäftigt sie die Idee, im Bereich der Entwicklung alter Bausubstanz eine Genossenschaft zu gründen. Unser Mitglied Josef Stampfer bestärkt und berät sie. Schnell stellt sich heraus, dass sie und ihr Team rasch operativ tätig werden könnten. Unserem Verein - damals noch kein anerkannter Revisionsverband - gelingt es, sie bei einem bestehenden Genossenschaftsverband unterzubringen, um die Eintragung im Firmenbuch sicherzustellen. 

ac

Website: Bezirksblätter Tirol anlässlich der Verleihung des Regionalitätspreises 2016 an architektur-lokal gepostet:

Anerkennungsbescheid zugestellt

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Am Donnerstag, 15. Dezember 2016, wurde uns der Anerkennungsbescheid des Wirtschaftsministeriums zugestellt. Wie der Spruch des Bescheides im Wortlaut sagt, ist unser Verein ab sofort berechtigt, RevisorInnen für seine Mitgliedsgenossenschaften zu bestellen. Wir sind stolz auf diesen Erfolg und sind uns der Verantwortung bewusst, die damit verbunden ist. Die Buntheit unserer Initiative, die unterschiedlichen Qualitäten unserer Mitglieder und die Bereitschaft, dazuzulernen, haben uns geholfen, dieses Ziel zu erreichen.

Viele Menschen wollen Wirtschaft unter dem Blickwinkel der Kooperation neu denken und leben. Wir sind überzeugt, dass unsere Verbandsgründung die kulturelle Errungenschaft der Genossenschaftsidee neuen Zielgruppen näher bringen wird und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen, die unser Angebot aufgreifen wollen.

Neidkultur

von Barbara Rauchwarter

 

(Der Text ist eine Zusammenfassung Barbara Rauchwarters aus ihrer Open Space Gruppe im Rahmen des Pfingstsymposiums 2015 in Schrems)

 

Es galt in der Arbeitsgruppe zum Thema Neidgenossenschaft zunächst zwischen Gier und Neid  zu unterscheiden.

 

Genossenschaften: Von der Kritik am Bestehenden zur Organisation des Neuen

von Karl Staudinger

 

Als einer der ersten Begründer der Genossenschaftsidee gilt der schottische Unternehmer und Sozialreformer Robert Owen (1771-1858). Er bezeichnet die Genossenschaft als „Vereinigung einer besonderen Art, die sich mehr auf Personen als auf Kapital stützt, nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein moralisches Ziel hat.“

CrowdCoopFunding – the cooperative revolution

von Christian Pomper

 

Die „Crowd“ ist in aller Munde. Ob Crowdfunding, Crowdlending, Crowdinvesting, Crowdsourcing, gelegentlich auch Schwarmfinanzierung. Dabei ist diese Idee eigentlich gar nicht so neu. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele!“ Davon war schon Hermann Schulze-Delitzsch überzeugt. Die Genossenschaft ist somit eine der ursprünglichsten Formen von Crowdfunding.

Die Angst verlieren: Gemeinsam Wirtschaft von unten aufbauen

von Christine Ax

 

Pfingstmontag fasste Heini Staudinger das Ergebnis der diesjährigen GEA-Akademie-Tagung wie folgt zusammen: „Wir werden einen neuen Genossenschaftsverband gründen, der uns dabei unterstützt Wirtschaft für Menschen möglich zu machen.“